Die Ursachen von Neurodermitis, an deren Entschlüsselung Forscher arbeiten, sind bis heute, trotz intensiver wissenschaftlicher Forschungen und Studien, noch nicht bekannt. Es steht jedoch fest, dass viele Menschen die Veranlagung zu dieser Hautkrankheit in sich tragen, wobei sie nicht bei jedem zum Ausbruch kommt.

Man vermutet, dass die Ursachen von Neurodermitis wahrscheinlich auch auf einer Genmutation und nicht ausschließlich auf genetischer Veranlagung beruhen. Zu diesem Ergebnis führte eine von der Uniklinik Bonn durchgeführte Familienstudie zur Untersuchung der Ursachen von Neurodermitis. Es wird davon ausgegangen, dass die die Hautschutzfunktion gewährleistenden Entzündungsbotenstoffe, die durch bestimmte Genregionen verschlüsselt werden, einen Gendefekt aufweisen, was immer wieder zu Schüben dieser Krankheit führt.

Zwar spielt die Vererbung bei der Ursachenforschung eine bedeutende Rolle, jedoch gelangte man im Verlauf umfangreicher Studien zu der Feststellung, dass bei etwa einem Drittel der an Neurodermitis leidenden Kinder keine Verwandten an dieser Hautkrankheit leiden. Als Auslöser kommen zudem Provokationsfaktoren zum Tragen, durch welche letztlich die Krankheit zum Ausbruch kommt oder nicht.

Möglich ist beispielsweise, dass eine im Kindesalter auftretende bestimmte Virusinfektion eine Art Schutzfunktion vor Neurodermitis übernimmt. Im Gegensatz dazu besteht wiederum die Möglichkeit, dass Neurodermitis bei einem Kind ausgelöst wird, wenn bei diesem zu einem anderen Zeitpunkt dieselbe Virusinfektion ausbricht. Festgestellt wurde im Verlauf wissenschaftlich durchgeführter Studien auch, dass Neurodermitis erstmals im Anschluss an eine Windpockeninfektion zum Ausbruch kommt. Zudem wurde das Auftreten von Neurodermitis bei Kindern nach der Erstimpfung beobachtet. Zwar ist bisher noch nicht bekannt, welche Bedingungen diese immunologischen Veränderungen und somit den Krankheitsausbruch hervorrufen, auf die Impfungen der Kinder kann jedoch nicht verzichtet werden.

Finnische Studien ergaben eine Abnahme der Häufigkeit von Neurodermitis bei Kindern, deren Mütter während der letzten drei Monate der Schwangerschaft als Nahrungsergänzungsmittel Lakto-Bazillen einnahmen. Lakto-Bazillen sind apothekenpflichtig und können beispielsweise über eine Versandapotheke bezogen werden.

Grundsätzlich gilt, auch während der Stillzeit, eine Vermeidung reizender Einflüsse. Zwar wird zum Stillen geraten, es kann jedoch durchaus vorkommen, dass ein Kind auch während der Stillzeit eine Neurodermitis entwickelt. In diesem Fall wird zum Abstillen und einer hypoallergenen Ernährung geraten. Diese Nahrungsergänzungsmittel sind, ebenso wie Ratgeber und zahlreiche lindernde Mittel und Salben, über eine Versandapotheke zu beziehen.