Neurodermitis Hautkrankheit

Tipps bei Neurodermitis

Neurodermitis gehört zu den Erkrankungen, die einen Tag und Nacht belasten können.
Damit diese Hauterkrankung etwas leichter zu ertragen ist, gibt es zahlreiche unterstützende Mittel und Wege, sowie Tipps und Tricks.

Neue Krankheitsschübe von Neurodermitis laufen meistens mit alltäglichem Stress einher. Um eine ruhige und seelische Balance zu erreichen können Yoga, Autogenes Training, Floaten oder auch Pilates wertvolle Methoden sein, damit man zur inneren Ruhe finden kann. Äußerst wichtig ist es auch, denn Alltag nicht mit Terminen und Verpflichtungen voll zupacken, sondern sich auch genug Raum und Zeit zum Entspannen einzuplanen.

Auch die Auswahl der richtigen Kleidung kann bei der Neurodermitis von immenser Wichtigkeit sein. Wer hier auf synthetische Stoffe verzichtet und sich lieber auf Baumwollkleidung konzentriert, hilft der Haut dabei atmen zu können, und die Entstehung von möglichem Schweiß wird von der Kleidung reduziert bzw. aufgesaugt. So bleibt eine zusätzliche Reizung weitestgehend ausgeschlossen. Besonders bewährt haben sich spezielle Anzüge, welche man in der Nacht tragen kann und die bestimmte Stoffe enthalten, die den Juckreiz vermindern. Ebenfalls sollte man sein Augenmerk auf die richtige Bettwäsche werfen: Hier sind Microfaser und Baumwolle in der Verarbeitung zu bevorzugen.

Eine wertvolle Hilfe ist es zudem auf eine vollwertige Ernährung zu achten. Wirkliche Einschränkungen bestehen nur dann, wenn auch eine Allergie gegen bestimmte Lebensmittel vorhanden ist. Ansonsten gilt es für Abwechslung im Speiseplan zu sorgen und eventuell auch allergenarme Nahrungsmittel zurück zu greifen.

Sport ist eine gute Möglichkeit, um sich nicht nur von dem Juckreiz abzulenken, sondern aktiviert auch das Immunsystem und kann dadurch zu weniger Neurodermitisschüben beitragen. Auch hier gibt es in der Regel keinerlei Verbote, allerdings sollte man sich eher auf Sportarten konzentrieren bei denen man nicht übermäßig viel schwitzen muss, da sonst die Haut durch den Schweiß belastet wird.

Wer diese Tipps beherzigt kann vieles erreichen, damit die Neurodermitis erträglich wird, und nach zu nach auch eine wesentliche kürzere Zeit zwischen den einzelnen Schüben feststellen.


Atopische Dermatitis

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem genannt, ist eine nicht infektiöse, chronische Hauterkrankung. Erscheinungsform sind Ekzeme auf der Haut, die nässen, schuppen und einen Juckreiz hervorrufen.

Neurodermitis ist vor allem in Industrieländer verbreitet. Hier sind 5 bis 20 Prozent der Kinder und 4 Prozent der Erwachsenen betroffen. In den meisten Fällen tritt die Erkrankung bis zum fünften Lebensjahr auf und verschwindet bis zur Pubertät gänzlich.
Hauptkriterien für eine sichere Diagnose sind das optische Erscheinungsbild der Haut und das Auftreten von Juckreiz.

Die Ursache für atopische Dermatitis ist nicht zweifelsfrei geklärt. Vermutet wird ein Wechselspiel aus Vererbung und Umwelteinflüssen. Die Symptome hingegen sind klar definiert: Gestörter Säureschutzmantel der Haut führt zu einer Austrocknung und Steigerung der Anfälligkeit. Außerdem ist die Haut Berührungsempfindlich und juckt stark. Der Juckreiz findet nachts seinen Höhepunkt. Bei übermäßiger Beanspruchung der Haut kommt es zu Ekzemen.

Die Krankheit verläuft Schubweise. An welchen Körperstellen und in welchem Umfang sie auftritt ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Klare Auslöser für das Auftreten oder Verschwinden eines Schubs sind oft nicht zu erkennen. Vermutet werden vor allem psychische Faktoren.

Eine Neurodermitis kann durch verschiedene Herangehensweisen behandelt werden.
Für die äußere Anwendung gibt es eine Vielzahl an Salben mit den Wirkstoffen Harnstoff, Nachtkerzenöl, Dexpanthenol oder Zink. Sie Regulieren die Trockenheit und den Säureschutzmantel. Kortisonpräparate sollen Entzündungen der Haut vorbeugen oder behandeln.
Um den Juckreiz zu lindern empfehlen sich warme und kalte Umschläg oder Antihisaminika in Form von Tabletten.


Mögliche Ursachen von Neurodermitis

Die Ursachen von Neurodermitis, an deren Entschlüsselung Forscher arbeiten, sind bis heute, trotz intensiver wissenschaftlicher Forschungen und Studien, noch nicht bekannt. Es steht jedoch fest, dass viele Menschen die Veranlagung zu dieser Hautkrankheit in sich tragen, wobei sie nicht bei jedem zum Ausbruch kommt.

Man vermutet, dass die Ursachen von Neurodermitis wahrscheinlich auch auf einer Genmutation und nicht ausschließlich auf genetischer Veranlagung beruhen. Zu diesem Ergebnis führte eine von der Uniklinik Bonn durchgeführte Familienstudie zur Untersuchung der Ursachen von Neurodermitis. Es wird davon ausgegangen, dass die die Hautschutzfunktion gewährleistenden Entzündungsbotenstoffe, die durch bestimmte Genregionen verschlüsselt werden, einen Gendefekt aufweisen, was immer wieder zu Schüben dieser Krankheit führt.

Zwar spielt die Vererbung bei der Ursachenforschung eine bedeutende Rolle, jedoch gelangte man im Verlauf umfangreicher Studien zu der Feststellung, dass bei etwa einem Drittel der an Neurodermitis leidenden Kinder keine Verwandten an dieser Hautkrankheit leiden. Als Auslöser kommen zudem Provokationsfaktoren zum Tragen, durch welche letztlich die Krankheit zum Ausbruch kommt oder nicht.

Möglich ist beispielsweise, dass eine im Kindesalter auftretende bestimmte Virusinfektion eine Art Schutzfunktion vor Neurodermitis übernimmt. Im Gegensatz dazu besteht wiederum die Möglichkeit, dass Neurodermitis bei einem Kind ausgelöst wird, wenn bei diesem zu einem anderen Zeitpunkt dieselbe Virusinfektion ausbricht. Festgestellt wurde im Verlauf wissenschaftlich durchgeführter Studien auch, dass Neurodermitis erstmals im Anschluss an eine Windpockeninfektion zum Ausbruch kommt. Zudem wurde das Auftreten von Neurodermitis bei Kindern nach der Erstimpfung beobachtet. Zwar ist bisher noch nicht bekannt, welche Bedingungen diese immunologischen Veränderungen und somit den Krankheitsausbruch hervorrufen, auf die Impfungen der Kinder kann jedoch nicht verzichtet werden.

Finnische Studien ergaben eine Abnahme der Häufigkeit von Neurodermitis bei Kindern, deren Mütter während der letzten drei Monate der Schwangerschaft als Nahrungsergänzungsmittel Lakto-Bazillen einnahmen. Lakto-Bazillen sind apothekenpflichtig und können beispielsweise über eine Versandapotheke bezogen werden.

Grundsätzlich gilt, auch während der Stillzeit, eine Vermeidung reizender Einflüsse. Zwar wird zum Stillen geraten, es kann jedoch durchaus vorkommen, dass ein Kind auch während der Stillzeit eine Neurodermitis entwickelt. In diesem Fall wird zum Abstillen und einer hypoallergenen Ernährung geraten. Diese Nahrungsergänzungsmittel sind, ebenso wie Ratgeber und zahlreiche lindernde Mittel und Salben, über eine Versandapotheke zu beziehen.


Neurodermitis – was tun?

Etwa drei bis vier Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Neurodermitis, einer chronischen Hautkrankheit, die mit Juckreiz, trockener Haut, Entzündungen und roten, nässenden Stellen einhergeht. Doch was können Sie, falls Sie sich selbst zu den Betroffenen zählen, dagegen tun?

Leider gibt es keine Therapie, die gegen die Ursache der Krankheit vorgeht, da diese sehr komplex ist. Was Sie allerdings sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung gegen neue Schübe tun können, ist, Ihre Haut täglich mit rückfettenden Cremes, Lotionen und auch Ölbädern zu pflegen.
Man unterscheidet bei der Anwendung von Medikamenten gegen Neurodermitis zwischen der äußerlichen und der innerlichen Behandlung. Die äußerliche Behandlung, die bei leichten bis mittelschweren Fällen der Neurodermitis durchgeführt wird, besteht aus dem Auftragen von Cremes, Lotionen oder Emulsionen. Oft enthalten diese den Wirkstoff Kortison, der überschießende Immunreaktionen verhindert und die Entzündung eindämmt.

Sollten Sie besonders Wert auf Präparate mit wenigeren Nebenwirkungen legen, dann sind Ihnen neuere Medikamente mit den Wirkstoffen Tacrolimus, der das Immunsystem gezielter beeinflusst, oder Pimecrolimus, der gegen die Entzündungsauslöser vorgeht, zu empfehlen. Des Weiteren gibt es Zinkschüttelmixturen, Schieferöle oder Teere, die in Form von Salben oder Emulsionen bei richtiger Anwendung sehr wirksam eine akute Entzündung hemmen können. Neben der ‘normalen’ Apotheke haben Sie die Option, Ihre Medikamente zur äußerlichen Behandlung bei einer Versandapotheke im Internet zu bestellen. Dort haben Sie die Möglichkeit, sich vorher genau mit den verschiedenen Präparaten auseinanderzusetzen und sich im Vorhinein über eventuelle Nebenwirkungen und genaue Anwendung zu informieren.
Bei der innerlichen Behandlung, die bei schweren Fällen durchgeführt wird, werden meist Tabletten oder Infusionen verwendet. Auch hier werden Medikamente mit dem Wirkstoff Kortison verabreicht. Eine Alternative hierzu ist Cyclosporin A, der genau wie Kortison die überschießende Immunreaktion unterdrückt. Antihistaminika, die gut verträglich und arm an Nebenwirkungen sind, lindern Ihre Beschwerden durch Verbesserung des quälenden Juckreizes. Auch bei den Medikamenten der innerlichen Behandlung besteht für Sie wieder die Möglichkeit, diese bei einer Versandapotheke zu bestellen.
Obwohl noch nichts gegen die Ursache der Neurodermitis getan werden kann, so stehen Ihnen doch zahlreiche Medikamente und Behandlungsmethoden zur Verfügung, um gegen die Krankheit vorzugehen und neuen Schüben vorzubeugen.


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